Vollbeschäftigung ist keine Illusion - Holzmann Medien

Vollbeschäftigung ist keine Illusion

Vollbeschäftigung in Deutschland ist in einem Zeitraum von zehn Jahren möglich. „Sie ist keine Illusion“, sagte Prof. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Interview mit der Deutschen Handwerks Zeitung (DHZ). „In manchen Regionen Süddeutschlands liegt die Arbeitslosenquote bereits unter drei Prozent. Das kann man Vollbeschäftigung nennen, weil der Arbeitsmarkt dort fast leergefegt ist“, sagte Möller. In immer mehr Regionen könne es in den nächsten Jahren so weit kommen.

Möller betonte auch, dass die Chance auf Vollbeschäftigung „kein Selbstläufer“ ist. Die Gesellschaft müsse etwas dafür tun: „Die wichtigsten Bedingungen sind, dass junge Menschen besser qualifiziert werden, in den Betrieben mehr in Aus- und Weiterbildung investiert und die Arbeitsmarktpolitik nicht kaputt gespart wird.“ Wirtschaft und Gesellschaft müssten deutlich mehr in Bildung investieren. Sonst könne es sein, „dass Betriebe dringend Fachkräfte suchen und gleichzeitig viele Personen arbeitslos bleiben, weil sie nicht die nötigen Qualifikationen mitbringen“, sagte Möller.

Dass Qualifizierung der Schlüssel zur Vollbeschäftigung ist, bestätigte auch Ralf Brauksiepe, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, der Deutschen Handwerks Zeitung im Spezialteil Vollbeschäftigung: „Jeder kann eine Fachkraft sein.“ Auch die Opposition im Bundestag zeigt sich optimistisch: „Wir können Arbeitslosigkeit nicht nur bekämpfen, sondern besiegen“, sagte Hubertus Heil, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Das Interview mit Prof. Joachim Möller und den Spezialteil Vollbeschäftigung lesen Sie in der Ausgabe 23 der Deutschen Handwerks Zeitung vom 3. Dezember 2010 auf Seite 5.

30.11.2010