"Es gibt Kredit-Verknappungen, aber keine Kreditklemme" - Holzmann Medien

"Es gibt Kredit-Verknappungen, aber keine Kreditklemme"

"Es gibt Verknappungen, aber noch keinen flächendeckenden Engpass bei der Kreditver-sorgung", sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) im Interview mit der Deutschen Handwerks Zeitung. Die Gefahr sei "noch nicht gebannt, weil in den Bilanzen die Auswirkungen der Krise erst 2010 in vollem Umfang sichtbar werden". Da sich durch die Krise auch bei den Banken das Eigenkapital verringerte, sei "der Spielraum für neue Kredite weiter eingeschränkt". "Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen", sagte Brüderle.

Dazu schlägt der Bundeswirtschaftsminister in der Deutschen Handwerks Zeitung vor, "die Mittel aus dem Deutschlandfonds wirksam einzusetzen". "Wir werden das Kredit- und Bürgschaftsprogramm evaluieren und - wo nötig - anpassen", sagte der FDP-Politiker. Derzeit sei "sowohl für eine höhere Nachfrage in bestehenden Teilen als auch für notwendige, zusätzliche Maßnahmen ausreichend Spielraum vorhanden".

Entlastungen für den Mittelstand seien bereits mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz auf den Weg gebracht worden. Zudem käme der Wirtschaftsfonds Deutschland dem Mittelstand zu gute. "Kleine und mittlere Unternehmen können jederzeit einen Antrag auf staatliche Hilfe stellen", sagte Brüderle, merkte aber an: "Alle Unternehmen, die Hilfe beantragen, müssen tragfähige Konzepte haben und nachweisen, dass sie keine anderweitige Finanzierung erhalten können." Daher habe er zum Thema Opel seine Erwartung ausgedrückt, dass zunächst die Mutter General Motors die Finanzierungsverantwortung übernimmt. "Natürlich würden wir einen Antrag auf staatliche Hilfe pflichtgemäß prüfen, wenn er denn gestellt würde. Ein Anrecht auf staatliche Hilfe gibt es aber nicht", betonte der Bundeswirtschaftsminister.

Das gesamte Interview lesen Sie in Ausgabe 22/2009 der Deutschen Handwerks Zeitung vom 20. November 2009 oder im Internet unter www.deutsche-handwerks-zeitung.de.

17.11.2009